Blechkran sorgt für Begeisterung „Bares für Rares“-Bieterduell pulverisiert den Wunschpreis: „Behalt’ die Nerven!“

Blechkran sorgt für Begeisterung

„Bares für Rares“-Bieterduell pulverisiert den Wunschpreis: „Behalt’ die Nerven!“

Bares für Rares
Ein Kran gefiel bei „Bares für Rares“ nicht nur Horst Lichter.ZDF
„Zum Spielen für Kinder ist der nicht, dafür ist er zu alt und zu gut“, sagt „Bares für Rares“ -Verkäufer Frank über seinen Blechkran. Mit dem Spieltrieb der Händler hat er nicht gerechnet – und schon gar nicht mit dem Verkaufspreis.

„Zum Spielen für Kinder ist der nicht, dafür ist er zu alt und zu gut“, fand Frank. Doch Kindskopf und „Bares für Rares“-Experte Detlev Kümmel spielte bereits mit dem Mini-Hafenkran. Horst Lichter wurde bereits akustisch angezogen, bevor er wusste, was auf dem Tisch stand … „Dieses Geräusch lockt mich aus der entferntesten Hütte“, schwärmte Lichter. „Das ist wirklich sehr schön!“, frohlockte er, als er das Spielzeug in seiner ganzen blechernen Pracht erkannte. „Drehen, wenden, anheben, ablassen“, erklärte der Experte die Spielmöglichkeiten.

Bares für Rares
Verkäufer Frank hat das Spielzeug einst von einem Nachbarn bekommen – und wünschte sich jetzt mindestens 100 Euro dafür.ZDF

Horst Lichter konnte sich kaum beruhigen vor Begeisterung: „Das ja der Hammer! Wow! Das gefällt mir aber! Hach ja!“ Vom Verkäufer wollte er wissen, ob das Objekt aus dessen Kindheit sei. „Nein, so alt bin ich noch nicht, das ist noch älter“, antwortete der 70-Jährige. Befragt, wie er an das gute Stück kam, erzählte Frank, dass ein Nachbar einst gefragt habe: „Ist das was für den Müll?“ Er reagierte entsetzt: „Um Gottes willen!“ Auch Lichter staunte, dass der Nachbar so einen Schatz wegwerfen wollte. Zum Glück rettete Frank den Kran.

Auch spannend: Bei diesem Objekt zückt ein „Bares für Rares“-Händler sofort den Geldbeutel.

Bares für Rares
Julian Schmitz-Avila (links) und Anaisio Guedes waren sofort begeistert von dem Mitbringsel.ZDF

Frank recherchierte und kam auf das Baujahr 1950. Der Nachbar bestätigte, dass er den Kran zu der Zeit von seinen Eltern geschenkt bekommen habe. „Es ist zu schade, als dass Kinder das kaputt spielen“, glaubte Frank. Lichter vermutete eine Nürnberger Provenienz. „Das liegt aber nur daran, dass das meiste Spielzeug aus Nürnberg kam“, setzte Lichter nach. Er hatte recht: Detlev Kümmel nannte die Nürnberger Blechspielwaren GmbH und Nachfolger, abgekürzt „NBN“. Dann demonstrierte der Experte das Schaltgetriebe.

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In einem erbitterten Händlerduell boten sich Anaisio Guedes (rechts) und Walter Lehnertz weit über den Schätzpreis von 150 Euro.ZDF

„Bares für Rares“-Verkäufer hofft auf „Spieltrieb“ im Händlerraum

Der Kran konnte sich im oder gegen den Uhrzeigersinn drehen. Der Haken ließ sich Auf- und Ablassen. „Das Ganze wird bewegt durch ein Uhrwerk“, erklärte Kümmel. Blech und Lithographien seien gut erhalten, doch gebe es Flugrost und Farbverluste, so der Experte. „Das macht den Kran nur noch originaler, steht ja keiner frisch lackiert rum“, argumentierte Lichter. Vor allem nicht an einem Hafen, gab Kümmel ihm Recht. „Made in Germany – US Zone“ war zu lesen. Kümmel wusste daher: Der Kran stammte aus der Nachkriegszeit.

Rund 100 Euro wünschte sich Frank. „Hier ist auch der Spieltrieb gefragt, der kann ja nicht nur schön aussehen, da will man auch gern mit spielen“, fand Detlev Kümmel. Daher sei der Kran gut zu verkaufen. Der Experte hielt 100 bis 150 Euro für realistisch. Die Kindsköpfe Julian Schmitz-Avila und Anaisio Guedes hielt es nicht auf ihren Plätzen. Sie probierten den Kran sofort aus. „Nicht einfach ziehen!“, mahnte Schmitz-Avila. „Geh mal weg!“, forderte er. Doch Guedes wollte den gedachten Sandkasten nicht verlassen …

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