Schock im Fall Fabian: Ermittler stoßen auf neue Spur – Staatsanwaltschaft reagiert sofort!

Bewegung im Mordfall Fabian: Staatsanwaltschaft gibt Statement zu neuen Hinweisen ab

Im Mordfall Fabian wurde eine Frau festgenommen. Es soll sich um die Ex-Freundin des Vaters handeln. Die Staatsanwaltschaft bestätigt das jedoch nicht.

Das Wichtigste in
dieser Nachricht

  1. Spaziergängerin fand Handschuh – Neue Hinweise aufgetaucht
  2. Verhaftete Frau war im Fall Fabian bereits Zeugin – Identität nicht offiziell bestätigt
  3. Frau im Fall Fabian festgenommen – „Es besteht dringender Mordverdacht“

Update vom 11. November, 12:17 Uhr: Die Festnahme bringt die Polizei im Mordfall Fabian jetzt unter Zeitdruck. Die Ermittler müssen sich beeilen, nächste Schritte zu vollziehen. Außerdem tun sich drei Baustellen auf.

Update vom 11. November, 6:30 Uhr: Zwei Fundstücke, offene Fragen – im Fall Fabian gibt es weiterhin Bewegung. In Bezug auf einen gefundenen Reißverschlusszipper soll es sich laut Oberstaatsanwalt Harald Nowack „wahrscheinlich um einen Teil des Reißverschlusses der Ermittler aus dem Kriminaldauerdienst“ handeln. Das sagt er t-online. Der Reißverschlusszipper sei nach der Tat dorthin gelangt. Ein Tatzusammenhang könne demnach ausgeschlossen werden. Weitere Untersuchungen hätten deshalb nicht stattgefunden.

Anders verhält es sich mit einem verkohlten Handschuh. Dieser werde nun untersucht, heißt es in dem Bericht weiter. Er „lag mehrere Hundert Meter weit weg von dem Tümpel“, an dem Fabians Leiche gefunden worden war. Ein solch großer Bereich werde routinemäßig nicht untersucht, erklärte der Oberstaatsanwalt t-online. Die festgenommene Frau, die unter Mordverdacht steht, schweige ihm zufolge weiterhin.

Update vom 10. November, 5:41 Uhr: Nach der mutmaßlichen Festnahme der Ex-Freundin von Fabians Vater wegen Mordverdachts kommen nun Fragen zur Gründlichkeit der polizeilichen Spurensicherung auf. Am Fundort der Leiche tauchten nachträglich weitere verdächtige Gegenstände auf, obwohl die Ermittler das Gelände bereits intensiv abgesucht hatten.

Fabian Güstrow Polizei Suche nach Hinweisen Mord Kind
Im Fall des getöteten Fabian aus Güstrow tauchten in den letzten Tagen Gegenstände auf, die mit seinem Tod in Verbindung stehen könnten. © Bernd Wüstneck/dpa

Wie bereits berichtet, wurde ein RTL-Kamerateam von einer Spaziergängerin angesprochen, die nur 100 Meter vom Leichenfundort einen verkohlten Lederhandschuh entdeckt hatte. Die Frau hatte das Fundstück vorsichtshalber mit einer Plastiktüte aufgehoben, um keine Spuren zu verwischen. Das Kamerateam übergab den Handschuh sofort an die Polizei zur Untersuchung.

Zusätzlich machten auch BILD-Reporter am Tatort eine weitere Entdeckung. Laut einem Onlinebericht der Zeitung wurde an der Stelle des abgebrannten Grases am Tümpel, den die Polizei gründlich abgesucht hatte, ein Reißverschlusszipper gefunden. Auf diesem ist der Buchstabe G eingeprägt, wie auch ein Foto zeigt. Doch auch nach Meldung an die Staatsanwaltschaft, sei der Zipper von der Polizei nicht gesichert worden, berichtet Bild. Der Hinweis sei „abgeklärt“ worden, er habe aber „keinerlei Tatbezug“, hieß es dann auf Anfrage.

Spaziergängerin fand Handschuh

Update vom 9. November, 16.19 Uhr: Neuer Hinweis im Mordfall Fabian? Aktuell kursieren Gerüchte um einen verkohlten Handschuh, der in der Nähe des Tatorts gefunden worden sein soll. Darüber berichtet RTL. Demnach habe eine Passantin ein Kamerateam, das in der Nähe des Fundortes von Fabians Leichnam drehte, angesprochen. Die Spaziergängerin habe nur 100 Meter entfernt einen dreckigen, etwas verkohlten Handschuh entdeckt.

Die Ermittlungen im Mordfall Fabian laufen. Nun tauchte ein mögliches neues Beweisstück auf.
Die Ermittlungen im Mordfall Fabian laufen. Nun tauchte ein mögliches neues Beweisstück auf. © Polizei + dpa | Bernd Wüstneck (Montage)

Laut dem RTL-Bericht habe die Passantin das Fundstück dem Team präsentiert, sie soll es extra mit einer Plastiktüte aufgehoben haben, damit keine möglichen Spuren verwischt werden. Nun müsse geprüft werden, ob der Handschuh tatsächlich etwas mit dem Mordfall Fabian zu tun hat. Das Kamerateam brachte den Handschuh laut Aussage des Senders sofort zur Polizei, dort soll er untersucht werden.

Die Leiche des zuvor vermissten Fabian wurde am 14. Oktober an einem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt. Die Ermittler bestätigten, dass der Leichnam des Jungen verbrannt gewesen sei.

Update vom 9. November, 9:40 Uhr: Die Ermittler suchen nach der Festnahme einer Frau weiter nach mehreren Personen, die in der Nähe des Leichenfundorts unterwegs waren. Oberstaatsanwalt Harald Nowack sagte im Gespräch mit der Ostsee-Zeitung: „Die Region ist bei Wanderern und Spaziergängern sehr beliebt. Auch an diesem Tag soll dort eine Gruppe unterwegs gewesen sein.“

Am 10. Oktober sollen Personen bei Klein Upahl von einem Zeugen gesehen worden sein, der den Ermittlern auch ein Foto von dem Feuer am Fundort der Leiche von Fabian (8) zur Verfügung stellte. „Wir erhoffen uns von den fünf gesuchten Spaziergängern noch mehr Hinweise und Beobachtungen zu den Geschehnissen am 10. Oktober“, sagte Nowack der Zeitung.

Im Fall Fabian wurde mittlerweile eine Frau festgenommen. Die Polizei sucht nach weiteren Personen.
Im Fall Fabian wurde mittlerweile eine Frau festgenommen. Die Polizei sucht nach weiteren Personen. © Montage: Polizei/dpa

Update vom 8. November, 18:02 Uhr: Eine Frau wurde im Mordfall Fabian festgenommen. Doch die Behörden schweigen über Details. Die Staatsanwaltschaft spricht bei Ippen.Media über das Warum.

Update vom 8. November, 12:50 Uhr: Eine Frau steht unter Mordverdacht im Fall Fabian. Sie wurde festgenommen. Die Ermittlungen laufen. Zahlreiche Hinweise waren auch durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ bei den Ermittlerinnen und Ermittlern eingegangen. Wie sich intern die Arbeit an einem solchen Fall üblicherweise fortsetzt, erklärt Kriminalwissenschaftler Christian Matzdorf im Gespräch mit Ippen.Media.

Update vom 8. November, 7:15 Uhr: Im Mordfall Fabian kam es am Donnerstag zu der Festnahme einer Frau. Das Amtsgericht Rostock erließ einen Haftbefehl, den ihr ein Richter am Freitag verkündete. Sie befindet sich in Untersuchungshaft. Der Verdacht ergibt sich den Ermittlern zufolge aus Indizien. Wie Pflichtverteidiger Andreas Ohm Bild erklärte, seien ihm die Vorwürfe erst am Donnerstagabend in schriftlicher Form übermittelt worden. Nachdem seine Mandantin zu Beginn bereits Aussagen getätigt habe, habe sich „der Status überraschend geändert“. Eine Stellungnahme soll es demzufolge geben, sobald Aktenkenntnis vorliege. Die Akten soll er dem Bericht zufolge nächste Woche erhalten.

Verhaftete Frau war im Fall Fabian bereits Zeugin

Update vom 7. November, 16:36 Uhr: Noch immer schweigt die im Mordfall Fabian verhaftete Frau zu den Vorwürfen. Sie steht unter dringendem Verdacht, den Achtjährigen ermordet zu haben. Das sagte Rostocker Oberstaatsanwalt Harald Nowack. Die Frau sei bereits vor ihrer Verhaftung befragt worden. Was sie damals sagte, verriet Nowack aber nicht. Pflichtverteidiger Andreas Ohm sagte, er könne sich noch nicht dazu äußern, „wie nachhaltig“ die Angaben aus dem Haftbefehl seien.

Update vom 7. November, 13:48 Uhr: Die Tatverdächtige in dem Mordfall um den kleinen Fabian befindet sich in Untersuchungshaft. Über die Beweggründe für die Tat ist bislang nichts bekannt. Die Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen und wird in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, sagte Staatsanwalt Harald Nowack, nachdem der zuständige Ermittlungsrichter am Amtsgericht Rostock ihr den bereits erlassenen Haftbefehl verkündet hatte.

„Dass Frauen zu Täterinnen werden, ist“ dem Profiler Axel Petermann zufolge „sehr ungewöhnlich.“ Trotzdem betont der Fachmann: „Sehr wohl töten Frauen auch“, wie er gegenüber Welt festhält.

Frau im Fall Fabian festgenommen

Erstmeldung vom 7. November, 12:15 Uhr: Güstrow – Der achtjährige Fabian aus Güstrow wurde am 10. Oktober – dem Tag seines Verschwindens – ermordet. Die Leiche wurde verbrannt, vermutlich, um Spuren zu verwischen. Wochenlang hielten sich Polizei und Staatsanwaltschaft mit Details bedeckt. Jetzt gab es einen entscheidenden Durchbruch.

Die Ermittler verkündeten am Donnerstagnachmittag (6. November): Eine Frau wurde festgenommen. „Es besteht dringender Mordverdacht“, gab die Staatsanwaltschaft an. Genaueres zur Identität der Festgenommenen wurden nicht genannt. „Ich werde keine Angabe zur Person machen, weil diese nach wie vor als unschuldig gilt“, so Staatsanwalt Harald Nowack. Ex-Mordermittler Axel Petermann äußerte Unverständnis für die Geheimhaltung.

Mordfall Fabian: Frau offenbar in Untersuchungshaft

Nach Berichten von Spiegel und RTL soll es sich bei der Frau um die Ex-Partnerin von Fabians Vater handeln. Bereits zuvor hatten Angehörige einen Verdacht gegen die Frau gehegt. „Warum sollte man zum Spazierengehen ausgerechnet nach Klein Upahl fahren? Das sind zu viele Zufälle“, erklärte Claudia Kauer, die Cousine von Fabians Mutter, im Interview mit t-online. Anwohner sagten der Bild, dass niemand zuvor die Ex-Freundin in dem Ort gesehen hatte.

Die Ex-Freundin hatte die verbrannte Leiche von Fabian an einem Tümpel gefunden. Sie war nach eigenen Angaben in der Region spazieren gewesen. Am Freitagmittag will RTL von Staatsanwalt Sebastian Polster erfahren haben: Bei der Festgenommenen handelt es sich um die Ex-Freundin des Vaters. Sie befinde sich in Untersuchungshaft.

Keine offizielle Bestätigung der Staatsanwaltschaft

Dem widersprach nun Staatsanwaltskollege Harald Nowack. Im Gespräch mit Ippen.Media erklärte er, eine offizielle Bestätigung, dass es sich bei der festgenommenen Person um die Ex-Freundin des Vaters handeln würde, habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Und die Staatsanwaltschaft wolle sich auch in den kommenden Tagen nicht zu identifizierenden Details äußern.

Dafür nannte er zwei Gründe: „Einmal gilt die im Strafprozess geltende Unschuldsvermutung auch für die festgenommene Person“, so Nowack. Und zweitens wolle er verhindern, dass es bereits vor einem möglichen Prozess zu einer Vorverurteilung der Person komme. Spiegel und RTL berichten allerdings übereinstimmend darüber, dass es sich bei der weiblichen Verdächtigen um die Ex-Freundin von Fabians Vaters handeln soll. Am Donnerstag hatten 120 Beamte ihr Anwesen und das ihres Nachbarn durchsucht.

Nach der TV-Ausstrahlung des Falls bei „Aktenzeichen XY….ungelöst“ wurden mehrere Objekte in Reimershagen im Landkreis Rostock sowie um ein Objekt im benachbarten Rum Kogel durchsucht. Dort wurde unter anderem auch das Haus der Ex-Freundin durchkämmt und ihr Fahrzeug sichergestellt.

Noch habe sich die Frau nicht zur Tat geäußert, sagte Staatsanwalt Nowack zu t-online. Eine keine offizielle Vernehmung steht noch aus. Bei früheren Vernehmungen der Polizei hätte sich die Frau aber geäußert. (Quellen: dpa, Polizei, Staatsanwaltschaft, RTL, Bild, t-online, Spiegel) (kas)

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